Andreas Scheuer (BMVI), Sabrina John (Medifly), Thomas Jarzombek (MdB), Jörg Brinkmeyer (Globe UAV)

Berlin, 13. Mai 2020; in einer Pressekonferenz stellten Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, sowie Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt, den neuen Aktionsplan der Bundesregierung „Unbemannte Luftfahrtsysteme und innovative Luftfahrtkonzepte“ vor.

Andreas Scheuer zeigte rückblickend die Arbeit und Innovationsinitiativen des BMVI auf und wies auf die vielfachen Fördermaßnahmen der jungen aufstrebenden Branche der Drohnen hin, die sich besonders durch die Merkmale autonom, unbemannt, leise, umwelt- und klimafreundlich auszeichnen würden.

v.l.n.r.: Thomas Jarzombek (Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt), Andreas Scheuer (BMVI), Sabrina John (Projekt Medifly)

Dem BMVI wie auch dem BMWi gehe es hierbei vor allem um die Sicherheit der Privatsphäre und des Luftraums, um wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten und Innovationen.

Neue Verkehrsmittel – neue Geschäftsfelder

Zu den Aufgaben des BMVI gehören die Klärung der Fragen zur Qualifizierung von Fernpiloten in Form eines Drohnenführerscheins, die Einführung einer Registrierungspflicht, Festlegung der Zuständigkeitsbereiche der verschiedenen Behörden und die Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz. Das BMVI setze hierfür den gesetzlichen Rahmen und sich folgende Ziele:

  1. Internationaler Leitmarkt werden und hohe Sicherheitsstandards etablieren
  2. Automatisiertes und vernetztes Fliegen in die Praxis bringen
  3. Schutz personenbezogener Daten, der Privatsphäre und der Umwelt

Thomas Jarzombek erläuterte im weiteren die wirtschaftliche Dimension der Drohnen-Branche mit derzeit etwa 455.000 Drohnen, von denen bisher aber erst 2% gewerblich genutzt werden. Seit 2012 sind mehr als 178 Mio. € in die Branche investiert worden, deren kommerzieller Anteil jährlich ein Wachstum von 16% aufweist und bereits heute fast 400 Unternehmen mit über 10.000 Beschäftigte zählt – mit einem globalen Marktvolumen von 90 Mrd €. Die Zahl kommerzieller Drohnen soll bis 2030 um 563% wachsen und laut der Unternehmensberatung Ronald Berger soll es bis 2050 schon 100.000 Passagierdrohnen in ca. 100 Städten geben.

Gerade auch in Kontinenten wie Afrika seien Drohnen ein wichtiges und wachsendes Verkehrsmittel, da hier Straßennetze bei weitem nicht so gut ausgebaut und weite Strecken kaum anders zu bewältigen sind.

Drohnen, die Menschenleben retten

Punktlandung der Drohne von Globe UAV im Auftrag von MEDIFLY

Aber auch in unseren Breiten sind Drohnen als Transportmedium oft die bessere Wahl weis Sabrina John vom Projekt Medifly, Hamburg, zu berichten. So können mittels Drohnen Gewebeproben während der Operationen schneller zur Untersuchung gebracht werden und so helfen, die OP-Zeiten deutlich zu verkürzen.

Hierzu hat das Projekt Medifly in einem Forschungsprojekt zusammen mit unserem Mitglied Globe UAV ein Drohnen-Transportsystem für medizinische Zwecke entwickelt. Dieses kann autonom fliegen und per LTE ferngesteuert werden, wie die während der Presseerklärung einfliegende Drohne eindrucksvoll demonstrierte.

Hier könnt Ihr nochmal die ganze Pressekonferenz anschauen
oder Euch den Drohnen-Aktionsplan der Bundesregierung herunter laden.

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Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP)

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