Nur eine Bildkollage, aber das ist, was viele befürchten

Drohnen erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Allein in Deutschland gibt es inzwischen über 400.000 Drohnen. Sie sind leicht zu steuern und technisch sind viele Modelle in der Lage, in Höhen bis zu 4.000 Metern oder mehr aufzusteigen – auch wenn das gesetzlich nicht erlaubt ist.

Im Luftraum über Deutschland, wie auch in den meisten anderen europäischen Ländern, ergibt sich dadurch eine ganz neue Situation. Fast wöchentlich hören wir von neuen Beinahe-Unfällen zwischen Multicoptern und Flugzeugen. Und Fake-Videos tragen zur wachsenden Beunruhigung bei. Aber was sind die Gründe für gefährliche Begegnungen im Luftraum?

Ein wesentlicher Faktor ist der unerfahrene und unbedachte Umgang mit Multicoptern, gerade von privaten Hobby-Fliegern, die häufig über wenig bis keine Vorkenntnisse der bestehenden Regelungen und Gesetzte verfügen und das Fliegen mit Multicoptern – selbst in großen Höhen oder Flugverbotszonen – für ein harmloses Spiel halten.

Aber wie gefährlich können Drohnen den Flugzeugen wirklich werden?

Hier gibt es ganz unterschiedliche Einschätzungen.

Laut dieser Studie sind Drohnen viel ungefährlicher für Flugzeuge als gedacht: WIRED Germany

Dies meint auch ein Bericht der FAA: FAA’s ‚drone smash risk to aircraft‘ is plane crazy • The Register
Dagegen schüren die neuesten Vorfälle am Flughafen London-Heathrow über die Kollision eines Flugzeugs mit einer Drohne weiter die Ängste vor einem Flugunglück aufgrund unvorsichtiger, wenig umsichtiger und oftmals auch gefährlich sorglos agierender Copter-Piloten. Aber auch hier gibt es seitens des Verkehrsminister Robert Goodwill bereits Zweifel, ob es sich bei dem Anflug auf London-Heathrow nicht doch nur um einen herumfliegenden „Plastiksack“ gehandelt haben könnte, zumal am Flugzeug auch keine Beschädigungen festgestellt werden konnten.

In der Tat kann man die Gefährdung des Flugverkehrs durch Drohnen-Flüge in hierfür nicht genehmigten Flugkontrollzonen nicht ausschließen. Auch wenn die Drohne selbst das Flugzeug nicht beschädigt, so könnte doch der Pilot durch die Drohne irritiert werden und es dadurch zu gefährlichen Momenten kommen.

Noch wissen wir nicht genug über die möglichen Auswirkungen, die die Kollission einer Drohne mit einem Flugzeug haben kann. Aber so weit sollte es auch gar nicht erst kommen. Werden die entsprechenden und schon bestehenden gesetzlichen Bestimmungen beachtet, kann dies heute schon weitestgehend ausgeschlossen werden. Den gewerblich tätigen Copter-Piloten wird der Nachweis einer Befähigung von den meisten Luftfahrtämtern bereits abverlangt. Zudem besteht hier ein großes Interesse, sich konform der gesetzlichen Bestimmungen zu verhalten – schon, um auch weiterhin die für das Geschäft nötige Aufstiegsgenehmigung zu erhalten.

Kollision mit Drohne

Ein ganz anderes Problemfeld sind die privaten Copter-Piloten. Multicopter werden immer günstig und mit den deutlich verbesserten Funktionen werden sie immer attraktiver. Leicht zu erlernen, leicht zu fliegen, erscheinen sie unproblematisch und sicher. Aber was, wenn der Ernstfall eintritt, die Steuerung versagt, weil die Verbindung zum Copter abreißt? Wie steht es um deren Kenntnisse über Flugverbots- und Flugkontrollzonen, erlaubte Aufstiegshöhe oder auch nur die Persönlichkeitsrechte der aufgenommenen Personen und Urheberrechte an Objekten?

Hier besteht dringender Handlungsbedarf und man kann wohl mit Sicherheit davon ausgehen, dass Maßnahmen wie die Registrierung von Drohnen oder die Einführung eines Führerscheins allgemeine Verpflichtung und Voraussetzung für das Führen von unbemannten Flugsystemen werden.

Dabei sind Maßnahmen wie die Kennzeichnungspflicht von Drohnen sehr sinnvoll, denn sie helfen zu vermeiden, dass Copter-Piloten – rücksichtslos und ohne Angst zur Rechenschaft gezogen zu werden – einfach Bestimmungen mißachten.

Der Bundesverband Copter Piloten hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich für ein sicheres Fliegen mit Coptern einzusetzen. Wir bieten daher privaten wie gewerblichen Copter-Piloten in Zusammenarbeit mit qualifizierten Spezialisten eine Auswahl an qualifizierten Schulungs- und Aufbaukurse, die nicht nur die technischen Fertigkeiten, sondern auch Kenntnisse über die gesetzlichen Bestimmungen vermitteln.

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Bundesverband Copter Piloten e.V. (BVCP)

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